Parodontitisbehandlung
Parodontitis ist keine einfache Zahnfleischentzündung, sondern eine Entzündung des gesamten Zahnhalteapparates (Knochen und zahnumgebende Gewebe). Aufgrund der Schädigung des Kieferknochens ist die Parodontitis nach dem 45. Lebensjahr die häufigste Ursache für Zahnverlust! Bei frühzeitigen Gegenmaßnahmen ist die Entzündung aber gut behandelbar.
Parodontitis und Allgemeingesundheit
Eine ausgeprägte Parodontitis stellt außerdem einen allgemeingesundheitlichen Risikofaktor dar – insbesondere bei Diabetes, Rheuma und Herz-Kreislauferkrankungen. Sie steht auch im Verdacht, Frühgeburten auszulösen. Das Tückische: Am Anfang und im weiteren Verlauf verläuft die Parodontitis oft schmerzfrei und wird daher von Patienten meist nicht selbst bemerkt. Symptome wie häufig blutendes, geschwollenes Zahnfleisch, Zahnlockerung oder Mundgeruch können jedoch auf die Entzündung hinweisen.
Wie wird eine Parodontitis behandelt?
Bei der Hauptbehandlung entfernen wir bakterielle Beläge und Ablagerungen aus den Zahnfleischtaschen und glätten die Zahnwurzeloberflächen. Dafür nutzen wir in unserer Praxis schonende ultraschallgestützte Instrumente. Bei einer hartnäckigen Parodontitis ermitteln wir die Bakterienarten in den Zahnfleischtaschen mit einem mikrobiologischen Test.
Ganzheitliche, biologische Unterstützung
Wir ergänzen die Behandlung mit einer Reihe ganzheitlicher, biologischer Maßnahmen: Wir beraten Sie zu einer gesunden Ernährung, prüfen Ihren Vitaminstatus (vor allem Vitamin D3) und bieten bei Bedarf eine Vitaminprophylaxe. Damit unterstützen wir das Immunsystem, Abwehrkräfte und die Regenerationsfähigkeit. Zudem kann der Heilungsprozess mit Probiotika und/oder einer Begleittherapie mit dem Präparat HypoA Itis-Protect® (einer Vitamin-Mineralstoff-Kombination) gefördert werden.
Langfristiger Erfolg nur mit Nachsorge
Als chronische Erkrankung erfordert die Parodontitis eine dauerhafte Betreuung in Form von regelmäßigen Nachsorgeterminen (UPT). Ein wichtiger Baustein ist auch Ihre eigene Zahnpflege mit Zahnbürste, Interdentalbürsten und/oder Zahnseide.
Parodontalchirurgische Behandlungen
Zahnfleischrückgang mit freiliegenden, meist schmerzempfindlichen Zahnhälsen lässt sich häufig durch eine Zahnfleischtransplantation korrigieren. Wurden bereits Zähne gelockert, setzen wir auf Regenerative Methoden wie die Gesteuerte Geweberegeneration (GTR), um das Gewebe wiederaufzubauen.
Detaillierte Informationen gibt es immer im Ratgeber – auch zur Parodontitis.